Das thüringische Quartett meldet sich nach dem 2004er Debüt "The Lilith Complex" und der nicht weniger starken 2006er "The Red Dragon" EP eindrucksvoll zurück. Wer sich eine feine Mixtur aus rollenden BOLT THROWER-Panzern, skandinavischer Prügelkost zwischen Melodic- und Old School Death Metal, AMON AMARTH in gut, etwas US-Death Metal und ein klein bisschen groovender Moderne zusammenreimen kann, könnte eine vage Vorstellung dessen haben, was ihn oder sie bei BA'AL erwartet.
Die Herren Eckardt, Fink, Hellmund, Lang und Naumann schroten äußerst kreativ und originell, pfeifen auf gängige Songstrukturen und haben mächtig Feuer unterm Hintern. Denn trotz vieler Tempowechsel und ungewöhnlicher Rhythmen treibt stets unheimlich viel Power in den Stücken mit. Das mag selbstverständlich auch am Rape Of Harmonies-Sound liegen, aber vor allem sind es die kraftstrotzenden Drums, die bratenden Gitarren und die variablen, dem Wahnsinn nahen Vocals von Shouter Julian Fink. Der Kerl grunzt, schreit, brüllt, kotzt und bellt wie ein Besessener, so dass es eine wahre Freude ist, ihm und dem 39-minütigen Treiben zuzuhören. In der deutschen Extremmetal-Szene sind BA'AL zwischen Nichtskönnern wie DEBAUCHERY, langweiligen Schwedenkopisten wie FLESHCRAWL und seelenlosen Fricklern der Marke NECROPHAGIST eine wohltuende Abwechslung. All hail the underground!