Friday, June 13 2008
Confusion Of Tongues @ Metal RoxxRating: 8 of 10
Aus dem Osten Deutschlands, genauer gesagt aus Erfurt kommt die Band BA’AL. Sie haben sich Anfang 2002 zusammen gefunden und haben sich dem Death/Thrash Metal verschrieben. Ihr neues Werk trägt den Namen „Confusion of tongues“ und ist ihre bereits vierte Veröffentlichung. Mal schaun welches Todesmetall da aus den Boxen geschossen kommt!
Nach ersten leiseren Tönen wird gleich beim Intro „The blackwater crusade“ klar, was hier gespielt wird und wo der Hammer hängt. Sollte bei dem einen oder anderen Hörer trotzdem das Licht noch nicht aufgegangen sein, so merk man dies dann spätestens beim ersten Song „Rustmonster“. Stimmlich kommt Julian ja fast an so Leute wie den Corpsegrinder herran und musikalisch fahren BA’AL hier ein wahnsinns Brett. Gekonnt sind auch die Tempiwechsel, die immer an der richtigen Stelle zu kommen scheinen. Der Track rockt gewaltig und macht alles nieder, was sich ihm in den Weg stellt. Geil!
Ungewohnt ruhig und eher nach Mittelalter klingend beginnt das richtig betitelte „Madness of the king“. Auch hier schreit sich Julian wieder die Seele aus den Leib. In den langsameren Pasagen klingt der Titel wie die Dampfwalzen die man u.a. von den englischen Bolt Thrower kennt. Auch die etwas höheren Schreie passen gut, auch wenn sie ab und zu leicht deplatziert klingen. Trotzdem ein weiterers sehr gutes Lied!
Die Melodie von „(Heads deep in the ass of the) Red Dragon“ klingt von Anfang an irgendwie vertraut und geht einem sofort ins Ohr. Das Tempo wird hoch gehalten und wird nur immer wieder von genialen kurzen Groovepasagen unterbrochen. Der Titel ist wirklich Hammer!
Bei „Vespertine absurdity“ klingt das Ganze ähnlich. Das ist eben bei solcher Musik die Gefahr. Aber der Track ist auf jedem Fall hörenswert. Nur der Unterschied wird immer weniger hörbar, was schade ist. Schöne Töne bekommt man zu Beginn von „Endeavor Bafflegab“ zu hören. Auch dannach wieder geniale Melodien und die alles überschattende Stimme von Julian. Mir fällt auf, dass die Parts in denen er höher schreit, leicht, ja sagen wir mal irr klingen. Wie jemand der den Punkt erreicht hat, jetzt völlig durch zu drehn. Das schadet ja öfter mal gar nicht!
In Sachen Geschwindigkeit gibt’s gleich bei „Pink tank fantasies“ einen auf die Mütze. Hier mein ich zu hören das Julian zum Teil tiefer grunzt, was mir persönlich gefällt und auch die groovigen Parts sind bei diesem Titel wieder vertreten, die den Song einfach auflockern.
Die Songs „Pile of debris“ und auch „The throne of Nimrod“ sind ebenfalls wie ihre Vorgänger aufgebaut. Es sind wiederum ab und zu schöne Breaks drin, was es aber in Sachen Abwechslung leider auch schon wieder gewesen ist.
„Exodus“ ist eigentlich musikalisch gesehn ein Outro, welches musikalisch aufgebaut ist wie das Intro, mit dem Unterschied das es, so hat es den Anschein, von einer weiblichen Nachrichtensprecherin eingeleitet wird.
BA’AL haben einiges auf dem Kasten - das haben sie vor allem mit diesem Album eindrucksvoll bewiesen. Mir fehlt nur der Mut zu etwas mehr Melodien und so Sachen wie Tempiwechsel, die einen Song einfach auflockern. Stures Geknüppel ist einfach zu monoton und droht viel zu schnell langweilig zu werden. Aber sie haben trotzdem ein sehr gutes Werk erschaffen, dass sich jeder Death Metal Fan mal in die hörende Fresse hauen sollte!